Reinigung von Hochsilos in Klärwerk
In den beiden Hochsilos des Kommunalbetriebs sind starke Verkrustungen an den Siloinnenwände entstanden – Verkalkungen an der Innenwandung. Durch die Temperaturunterschiede lösten sich Krustenteile/Platten von den Wänden und sammelten sich am Boden. Über die Jahre entstand so ein Bodensatz aus Schlamm und kalkartigen Platten, der den Auslass am Silo verstopfte. Die Höhe dieser Sedimentschicht lag bei ca. 1 m und alleine über Saugfahrzeuge über den unteren Zugang nicht auszubringen. Um diese ca. 10 m³ bis 15 m³ Schlamm-Plattengemisch absaugen zu können, musste ein Monteur einsteigen, die Platten kleinhacken und dem Saugschlauch zuführen bzw. erneute Verstopfungen im Siloinneren wieder frei machen. Der Zugang ins Silo musste über das einzige Mannloch, oben am Silo erfolgen und aufgrund der Höhe (Silohöhe: 10 m) mit entsprechender Sicherungstechnik (Industriekletterer) erfolgen. Zur Sicherstellung der Sauerstoffversorgung über die Dauer der Arbeiten im Silo wird der Industriekletterer über eine Maske von Außen mit Frischluft versorgt. Aufgrund der schweren Arbeit und der Zeitdauer (mehrere Tage für die Reinigung der beiden Silos) waren die Monteure in einem Wechselsystem im Silo.
Die Entsorgung des ausgebrachten Schlamm-Stein-Gemisches konnte nach Trennung der Flüssigstoffe von den Feststoffen über unseren Saugwagen bauseits erledigt werden.